Über mich

Als Kind war ich mit meinen Eltern oft in Griechenland und mein humanistisch vorgebildeter Vater hat uns von einem „Steinhaufen“ zum nächsten geschleppt. Es war heiß, das verdorrte Gras hat mir die Beine aufgekratzt und das Meer habe ich meist nur vom Hügel eines Poseidontempels herabschauend bewundert. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht losgelassen und ich fand es unheimlich faszinierend, mich an einem Ort zu befinden, wo schon unzählige Menschen vor vielen Jahrhunderten vor mir waren. Was haben Sie wohl gedacht als sie vom Tempel aufs Meer hinunter geschaut haben? Warum haben sie den Tempel überhaupt aufgesucht und worum haben sie Poseidon gebeten?

Kap Sounion

Daher habe ich mir auch ein humanistisches Gymnasium ausgesucht und brav Latein gebüffelt. Nach einem etwas holprigen Start lernte ich die Sprache lieben und möchte sie heute nicht missen – auch wenn immer wieder das Argument kursiert, Latein wäre unnötig weil es eine tote Sprache ist.

Nach der Matura habe ich wirklich versucht „vernünftig“ zu sein und etwas „Ordentliches“ zu studieren, nämlich Architektur. Aber das war einfach nichts für mich und so schlich ich mich schon während meines zweiten Architektursemesters als Gasthörer in die Vorlesungen am Institut für Klassische Archäologie in Wien. Nach wochenlangem „Schnuppern“ war klar, da gehe ich nicht mehr weg und habe dann in weiterer Folge tatsächlich das Studium gewechselt.

Meine Studienzeit war äußerst erfüllt, ich habe viel gesehen, bin gereist, habe viele interessante Leute kennengelernt und spannende Diskussionen geführt.

Der wahre Grund, wieso ich Archäologie so spannend finde ist, dass ich sehr neugierig bin. An nahezu jedem Thema kann ich Gefallen finden und mich hineinstürzen – sei es ein historisches Thema oder aber die Reparatur eines tropfenden Wasserhahns; ich will einfach wissen, wieso etwas wie funktioniert. Besonders viel Spaß macht es mir dann aber, jemand anderem davon zu berichten – das Erforschte also zu vermitteln.

Dementsprechend habe ich mich der Kulturvermittlung und Ausstellungsgestaltung zugewandt, da ich dort spannende Themen und interessierte Personen miteinander verbinden kann.


Mein detaillierter Lebenslauf sowie meine Publikationen sind abrufbar unter Academia.edu

29.12.2014, Claudia-Maria Behling